Willkommen auf der Website des Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V.

Villa Schütt

Im Jahre 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“, die repräsentative Jugendstil-Villa errichten. Die Wilsteraner Lederwerke waren um 1900 zeitweilig die größte derartigen Fabrik in Europa. Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte aufwendige Lebensstil der Inhaber der Fabrik.

An dieser Stelle verweisen wir auf den die Website von Peter von Holdt unter "www.mein-wilster.de". Geben Sie dort den Suchbegriff "Villa Schütt" ein. 

Villa Schütt Schauplatz für ZDF-Krimi (WZ 06.12.2017)

 

 

Villa Schütt Schauplatz für ZDF-Krimi
Villa Schütt Schauplatz für ZDF-Krimi

Zwei Tage Dreharbeiten im Wilsteraner Kulturdenkmal
Prominente Besetzung in den Hauptrollen

Wilster Gewaltige Scheinwerfer, überdimensionale vor einige Fenster gespannte Leinwände und ein unübersehbarer Fuhrpark auf dem Colosseumsparkplatz: Die Villa Schütt war für zwei Tage einer der Schauplätze für einen neuen ZDF-Krimi. In den Hauptrollen wird man Suzanne von Borsody und Uwe Kockisch sehen.

Worum genau es in dem 90-Minuten-Streifen gehen wird, wollte die Neue Deutsche Filmgesellschaft als Produktionsfirma noch nicht verraten. Nur so viel: Suzanne von Borsody verkörpert eine sehr reiche Frau, die in der denkmalgeschützten Jugendstilvilla im Zentrum von Wilster wohl eine standesgemäße Unterkunft gefunden hat. Und: Es handele sich bei der Geschichte zwar um einen Krimi, aber einen ohne Mord. Eher eine Familientragödie.

Der Aufwand ist jedenfalls gewaltig. Gleich im Dutzend sind Lkw des Produktionsteams aufgefahren. Immer wieder sieht man mit Funkgeräten ausgestattete Mitarbeiter auf dem Gelände herumlaufen. Auffällig sind die zum Teil zugehängten Fenster. Die sollen allerdings nicht etwa neugierige Blicke verhindern, sondern das Umfeld ausblenden. Im fertigen Film wird man später nämlich auch bei einem Blick aus dem Fenster heraus nicht sehen können, dass man sich in Wilster befindet. Filmtechnisch schwebt die Villa sozusagen im luftleeren Raum. Weitere Drehorte waren übrigens auf der Insel Fehmarn und im Hamburger Umland, zum Beispiel im Sachsenwald. Wie der ZDF-Film später einmal heißen wird, ist ebenso offen wie der Sendetermin. Arbeitstitel ist „So weit das Meer“, zu sehen wird der Streifen im Frühjahr oder im Herbst nächsten Jahres sein.

Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf eine prominente Besetzung freuen. Suzanne von Borsody hatte ihren ersten Fernsehauftritt schon im Alter von sieben Jahren in der Reihe „Das Kriminalmuseum“. Seitdem ist sie regelmäßiger Gast in den Wohnstuben, unter anderem in zahlreichen Literaturverfilmungen, aber auch mehrfach in Tatort-Rollen. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel beschrieb sie einmal als „künstlerisches Kraftpaket“. Mehrfach bekam sie für ihre schauspielerischen Leistungen Preise.

Uwe Kockisch ist einem breiten Publikum seit 2003 insbesondere durch seine Rolle als Commissario Brunetti in der Reihe Donna Leon bekannt. Die Regie führt Axel Barth, der unter anderem für die RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ und die „SOKO“-Krimireihe des ZDF am Hebel saß und als Actionspezialist gilt.

Auf dem Set selbst ging es die zwei Tage in Wilster allerdings eher entspannt zu. Das Team schloss mit den letzten Einstellungen die 21 Tage dauernden Dreharbeiten ab. Für das Umkleiden hatte man übrigens noch eigens die Veranda des Colosseums angemietet. Für die Verpflegung sorgte das Team selbst. Zum Fuhrpark gehörte ein silbern glänzender Catering-Anhänger mit der Aufschrift „Hollywood“-Diner. Dort wurde eifrig gebrutzelt und für ununterbrochenen Kaffeenachschub gesorgt.

Volker Mehmel
 
Renommierte Produktionsfirma findet prachtvolle Kulisse
Mit der Villa Schütt hat sich die Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF) eines der repräsentativsten Wohngebäude im Norden ausgeguckt. Das Haus hatte sich 1897 der Lederfabrikant Marcus Schütt bauen lassen, dessen Unternehmen damals als größtes in Europa galt. Nach dessen Tod übernahm Schwiegersohn Heinrich Paulsen das stattliche Anwesen und verpachtete es als Heim für schwer erziehbare Mädchen an die Hamburger Jugendbehörde. Bevor die Villa später wieder zu Wohnzwecken genutzt wurde, diente sie vorübergehend als Altenheim und zeitweise sogar als Produktionsstätte einer Strickwarenfabrik.
Schließlich übernahm das Ehepaar Boie und Antonie Paulsen das Haus und richteten es liebevoll und mit viel Aufwand wieder her. Herausragend sind neben Architektur und Parkanlage insbesondere wertvolle Wand- und Deckenmalereien sowie in einer Villa in der Marsch einmalige Bleiglasfenster im Treppenhaus.
Die bereits 1947 gegründete Filmgesellschaft, die für die jetzigen Dreharbeiten verantwortlich zeichnet, hat in jüngerer Vergangenheit zum Beispiel die Serie „Das Erbe der Guldenburgs“, die zu einer der beliebtesten TV-Produktionen der deutschen Geschichte wurde, inszeniert. Aktuell liefert die Produktionsfirma TV Movies, Kinofilme und Serienhits wie „Der Bergdoktor“, „Die Bergretter“ und „Um Himmels Willen“ – und demnächst ein Drama mit einem Schauplatz in Wilster.
Wilster-Heissluftballon
Mit dem Heissluftballon über Wilster

Wilster (WIKIPEDIA)

Bürger-Schützen-Gilde von 1380

Colosseum

Hexenprozess 1622 in Wilster

Hudemannsches Haus

Klein Karstadt (Christian Haack)

St. Bartholomäus-Kirche - ein Meisterwerk von Ernst-Georg Sonnin

Trichter - das Gartenhaus des Kanzleirates Michaelsen

Villa Schütt

Waffenhalle in der Deichstraße

Windmühle Aurora

Zeitreise in das Jahr 1585 und Stadtführung durch das alte Wilster

 

 

 

 

 

  • 1785 bis 1786 im Auftrag des Kanzleirats Johann Hinrich Doos errichtet.
    Der spätbarocke Bau aus Backstein wurde als zweistöckiges Palais mit Mansardendach nach dem Vorbild des Ahlefeldtschlosses in Pinneberg (Drostei) konzipiert.
    Als Architekt wurde der Hamburger Ernst Georg Sonnin (Erbauer der Hamburger Michaelis-Kirche [Michel] und der St. Bartholomäus-Kirche in Wilster) vermutet.
    Fast die gesamte Ausstattung mit Möbeln, Gemälden, Leuchtern und Statuen für den Garten erwarb der Bauher Doos beim Ausverkauf des Friedrichsruher Schlosses im nicht weit entfernten Drage. Diese Residenz war vom schleswig-holsteinischen Statthalter Friedrich Ernst von Brandenburg-Kulmbach bis 1751 erbaut worden und blieb nach dessen Tod als hochverschuldetes Erbe zurück. 1787 wurde das Friedrichsruher Schloß wieder abgerissen. Die großen Barockschränke stammen noch aus dem Schloss.
    Unter dem Dach des Doos`schen Palais war eine umfangreiche Bibliothek mit mehr als 10.000 Bänden untergebracht, die jetzt ihren Platz im Alten Rathaus gefunden hat.
  • 1829 Durch eine Schenkung ging das Doos`sche Palais mit seinem Garten und den Nebengebäuden in den Besitz der Stadt Wilster über. Es sollte von da an nach dem Willen der Etatsrätin Doos als Wohnhaus des jeweiligen Bürgermeisters und der Unterbrindung der Stadtverwaltung dienen.
  • 1938 Nach zwischenzeitlich erfolgten baulichen Veränderungen der Front wurde die Fassade rekonstruiert. Hinter dem Palais befindet sich der im barocken Stil gestaltete Rathausgarten. Die ausgestellten Statuen stammen aus dem Friedrichsruher Schloß in Drage.
  • 2006 Bis zu diesem Jahr diente das Doos`sche Palais vollständig als Rathaus. Heute sind in dem Palais die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv untergebracht. Der Rokkoko-Festsaal (Spiegelsaal) wird unter anderem als Trauzimmer und die Autoren-Lesungen des Vereins für Leselust genutzt.
  • 2015 Start Sanierungsarbeiten
  • 2017 Sanierung des Gartensalons abgeschlossen, Eröffnung im September 2017.