Willkommen auf der Website des Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V.

Ulf Güstrau berichtet
Auf der Lütt Wiehnacht wurde vom Angebot der regionalen Vereine rege Gebrauch gemacht. Die Wettervorhersage für das Wochenende förderte bei den Veranstaltern am Freitag sicherlich die ein oder andere Sorgenfalte zu Tage. Überwiegend stürmisch und nass lautete die Prognose. Glücklicherweise blieb es überwiegend trocken, sodass an beiden Abenden die Besucher zahlreich auf die Lütt Wiehnacht strömten. Bei Live-Musik von „Nashville Topps“ und der „Thorge Schöne Band“ liessen sich die Besucher die verschiedenen Spezialitäten an den Ständen schmecken. Beim Regionalverein gab es Eierlikör-Punsch, der Förderverein der historischen Rathäuser bot leckeren Weißwein-Punsch an und im Zelt bei Uwe Schröder sowie beim Stand des SV Alemannia gab es den klassischen Glühwein, heißen Kakao und natürlich auch alkoholfreie Getränke. Die handgefertigten Förten des Regionalvereins und der Ofenkater (nach Wilstermarsch-Art) des Fördervereins Historische Rathäuser waren äußerst beliebt bei den Besuchern. Zusätzlich gab es für den Gaumenschmaus leckere Crepes, Bratwurst vom Schwenkgrill und oder einen frischen „Wolfsburger“ mit regionalen Zutaten. Am Samstag Nachmittag schien sogar die Sonne und viele Besucher säumten den Platz auf der Ostseite des Marktes und lauschten dem Gesang des Shanty-Chors „Die Nordlichter“. Ihr Glück herausfordern konnten die Besucher am Glücksrad bei der CDU Wilster oder am Gemeinschaftsstand der Städtepartnerschaft Wilster – Nowy Staw (früher Neuteich) und der AWO, wo es zahlreiche Preise beim Lose ziehen zu gewinnen gab. Am Stand des SV Alemannia waren neben heißen Getränken vor allem die verbilligten Eintrittskarten für die kommende FuBaMa heiß begehrt. „Wie schon in den Vorjahren haben wir wieder mehr als 1.000 Eintrittskarten auf der Lütt Wiehnacht verkauft“ berichtete der 2. Vorsitzende Sebastian Dethlefs.

Am Sonntag wurde im Kulturhaus „Magic Christams“ mit dem Zauberer Thomas geboten. Draußen war es hingegen stürmisch, doch das hielt die kleinen und großen Besucher nicht von einem Besuch des Weihnachtsmarktes ab, schließlich hatte sich der Weihnachtsmann angekündigt. Statt auf einem der angrenzenden Häuser des Weihnachtsmarktes landete der Weihnachtsmann in diesem Jahr auf dem Dach von Blumen Meyer. Da hatten die Rentiere in der Dunkelheit wohl etwas die Orientierung verloren oder das Schlitten-Navi war falsch eingestellt. Allerdings bot sich dem Weihnachtsmann von dort ein toller Blick auf die beleuchtete St. Bartholomäus-Kirche und die weihnachtliche Mühle. Es hatte sich schnell herum gesprochen und die Besucher wechselten vom Weihnachtsmarkt zur Ecke Deichstraße/Markt. Die Feuerwehr Wilster war mit ihrer Drehleiter schnell zur Stelle und brachte den Weihnachtsmann wohlbehalten vom Dach hinunter zu den Kindern. Diese waren in großer Sorge, zog doch roter Qualm vom Dach des Hauses in den Nachthimmel hinauf. Gemeinsam mit dem Weihnachtsmann gingen die Kinder zur Bühne auf die Lütt Wiehnacht, wo es für die kleinen Gäste Kinderbücher aus dem Sack des Weihnachtsmanns gab. Ein gelungener Abschluss des diesjährigen Weihnachtsmarktes. Die Besucher haben am gesamten Wochenende gezeigt, dass sie trotz suboptimalen Wetters auf ihre Lütt Wiehnacht nicht verzichten wollen. Zufriedene Besucher sowie zufriedene Standbetreiber und ehrenamtliche Helfer freuen sich schon jetzt auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Mit dem Verkauf von Ofenkater und Weisswein-Punsch unterstützen wir den Erhalt unserer Historischen Rathäuser in Wilster

 

DIE BAUHOFMITARBEITER THORSTEN AHRENS, CHRISTIAN REISER UND CARSTEN NAGEL BRACHTEN DIE HOLZUMHÜLLUNGEN AN. J. SCHWARCK

WILSTER
Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben den Bürgermeistergarten winterfest gemacht. Die zehn weißen Marmorstatuen des Parks sind mit Holzplatten im wahrsten Wortsinn eingehaust worden. Diese Umhüllungen, die von Thorsten Ahrens, Christian Reiser und Carsten Nagel aufgestellt und verschraubt wurden, sollen die wertvollen Statuen vor Eis und Schnee schützen. js

Von  Jochen Schwarck

WILSTER
Lütt Wiehnacht diesmal ganz groß. Schon am Freitagabend nach der Eröffnung der kleinen Budenstadt unter den hohen Tannen an der Ostseite des Marktes und auch am Sonnabend herrschte Hochbetrieb auf dem Weihnachtsmarkt. Vor den Buden drängten sich die Besucher. Sie standen geduldig an nach leckeren Förten vom Regionalverein Wilstermarsch, nach Punsch beim Förderverein Rathäuser und beim Glücksrad der CDU. Der SV Alemannia bot Eintrittskarten für die anstehende Fußballmaskarade (Fubama) am 1. Februar an, und der Förderverein für die Städtepartnerschaft mit Nowy Staw in Polen lud zu einer Tombola ein.

Am Sonnabendnachmittag gastierte traditionell der Shantychor „Die Nordlichter“ auf der Showbühne. In Vertretung von Chorleiter Hans Otto Sönnichsen hatte Andreas Hübner die Verantwortung übernommen. Auch er begleitete den Chor auf seinem Akkordeon. „Die Nordlichter“ sangen viele bekannte Shantys, hatten aber auch maritime Weihnachts- und Winterlieder im Repertoire. Auf der Showbühne folgte auch am Sonntag ein buntes Programm. Und das Kulturhaus am Markt hatte sich mit dem Zauberer Thomas eingebracht.

Musikalisch hatte die Veranstaltung des Gewerbe- und Verkehrsvereins und der Wilstermarsch Service GmbH einiges zu bieten. Am Freitagabend begeisterte die Countryband „Nashville Topps“ die Besucher, wie dies am Sonnabendabend auch die hiesige Thorge-Schöne-Band mit Rock und Pop der 70er und 80er Jahre gleichermaßen tat. Das Wetter spielte zumindest teilweise mit: es blieb an den ersten Veranstaltungstagen trocken.

Stürmisch ging es allerdings am Sonntag zu. Doch auch dies tat der Lütt Wiehnacht keinen Abbruch, da es im Lauf des Nachmittags leicht aufklarte und der Regen abflaute. Gerade rechtzeitig für den abschließenden Auftritt des Weihnachtsmannes. Dabei musste die Freiwillige Feuerwehr Wilster eingreifen, um den weißbärtigen roten Mann mit der Drehleiter von einem Dach zu retten, damit dieser auf dem Weihnachtsmarkt süße Geschenke an die wartenden Kinder verteilen konnte.

FEUERWEHR RETTET DEN WEIHNACHTSMANN (WZ 10.12.2019)

IM KORB DER DREHLEITER WURDE DER WEIHNACHTSMANN SICHER NACH UNTEN GEBRACHT, UM DIE KINDER AUF DEM WEIHNACHTSMARKT ZU TREFFEN. JOCHEN SCHWARCK

 

 

WILSTER
Mit dem Einsatz von Blaulicht und Martinshorn ist die Freiwillige Feuerwehr Wilster mit ihrer Drehleiter zum Weihnachtsmarkt an der Kirche ausgerückt, um den Weihnachtsmann zu retten.

Er stand mit seiner Glocke auf dem Dach des Geschäftshauses Blumen-Meyer, um Hilfe herbei zu läuten. Schließlich stieg schon dichter Rauch auf und schlugen Flammen aus dem Dach, spektakulär dargestellt mit Nebelschwaden und Rotlicht. Die Feuerwehr brachte ihre Drehleiter in Position und holte den Weihnachtsmann unbeschadet wieder zurück auf den Boden. Damit ging die dreitägige „Lütt Wiehnacht“ zu Ende.

Zum Abschluss stieg der Weihnachtsmann auf die Showbühne des Weihnachtsmarktes, um Geschenke an die Kinder zu verteilen. Mehrere hundert Jungen und Mädchen, zumeist begleitet von Eltern und Angehörigen, hatten sich vor der Bühne versammelt und freuten sich über die kleinen, meist süßen Geschenke. js
Video zur Weihnachtsmann-Rettung auf www.shz.de

 

 

Der Streifen zeigt einen der letzten Hexenprozesse Schleswig-Holsteins in Wilster. „Am 13. Mai 1676 wurde die 14-jährige Stinke Ritzers zum Verhör in das Rathaus gebracht“, erzählte Holger Stamm. Schließlich kam heraus, dass die Frau des Totengräbers, Trinke Evers, die junge Stinke die Heilerkunst gelehrt haben soll. Unter der Folter soll Trinke Evers wiederum erklärt haben, dass die 79-jährige Trinke Kuhlmanns ihr 14 Jahre vorher alles beigebracht habe, führte Stamm weiter aus. Der Vorsitzende des Fördervereins Historische Rathäuser spielte in dem Film den Richter, der veranlasste, das Trinke Evers 1678 auf dem Marktplatz vor dem Rathaus verbrannt wurde. Stinke Ritzers und Trinke Kuhlmann wurden des Landes verwiesen. 

Starten Sie hier den Film "Das letzte Feuer" (YouTube). 

Der Itzehoer Robert Friedrichs gibt zum 22. Mal einen Kalender mit Alt-Wilster-Motiven heraus

WILSTER Der Alt-Wilster-Kalender 2020 ist erschienen. Damit präsentiert Herausgeber Robert Friedrichs aus Itzehoe bereits zum 22. Mal historische Motive aus der Marschenstadt in einem Wandkalender. Alle Aufnahmen überzeugen auch 2020 wieder mit unverwechselbarer Ausdrucksstärke und geben interessante Einblicke in das frühere Straßenbild und Leben Wilsters.

„Der Alt-Wilster-Kalender macht ein Stück Heimatgeschichte lebendig und bietet somit hervorragend Gelegenheit, über alte Zeiten ins Gespräch zu kommen“, meint Robert Friedrichs. Der Historiker betreut den Fotonachlass seines Großvaters Werner Behning seit über 20 Jahren und hat sich zum Ziel gesetzt, die historischen Motive in Form eines jährlich erscheinenden Wandkalenders Stück für Stück der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Alle Motive des Alt-Wilster-Kalenders sind auch für 2020 diesem Fotoarchiv entnommen.

„Angesichts des Alters der Fotos, die ja größtenteils noch in Form uralter Negativglasplatten vorliegen, erfüllt mich die Erstellung der Alt-Wilster-Kalender jedes Mal mit ein wenig Ehrfurcht“, berichtet Friedrichs. „Es ist für Wilster ein wahrer Glücksfall, dass mein Großvater mir diesen fotografischen Schatz vererbt hat.“

Ältere Wilsteraner würden sich sicher noch an Werner Behning erinnern. Dieser betrieb nach dem Krieg bis in die späten 1980er Jahre nicht nur ein eigenes Fotoatelier am Markt, sondern war auch leidenschaftlicher Sammler und Archivar alter Bilder aus Wilster und Umgebung. Das Fotoarchiv umfasst neben den Aufnahmen Werner Behnings (1909-1995) auch die seines Vaters Ludwig (1878-1951) sowie deren Berufsvorgänger Carl Kuskop (1868-1953) und Hans-Peter Mohr (1827-1910). Rund 500 Glasnegative und weiteres, nicht quantifizierbares Filmmaterial aus insgesamt zwölf Jahrzehnten dokumentieren damit Wilstersche Geschichte praktisch von den Anfängen der Fotografie bis in die Gegenwart. Viele Ansichten des Alt-Wilster-Kalenders 2020 dürften so manchem aus der eigenen Kindheit in Erinnerung sein, glaubt Robert Frierichs. Andere seien auf Anhieb nicht so ohne Weiteres einzuordnen.

Neben vielen Straßen- und Gebäudeansichten überzeugt der Kalender vor allem mit originellen Motiven der damaligen Menschen in Wilster. Anders als in den Vorjahren erscheint der neue Alt-Wilster-Kalender in einem Hochformat. Der Preis indes hat sich nicht verändert, beträgt nach wie vor 21,90 Euro. Einen Vorgeschmack auf den Kalender finden Interessierte auf der Internetseite www.alt-wilster.de. Erhältlich ist der Kalender in Wilster in der Buchhandlung Antje Bunge, Op de Göten, im Tabak- & Zeitschriftenshop Spang, Wilster Einkaufszentrum, in Itzehoe in der Buchhandlung Heymann, Breite Straße. sh:z Weitere Infos: 04821/9716, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!