Willkommen auf der Website des Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V.

Wilster Im Mai sollte die Jahresversammlung stattfinden, die dann wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde. Nun hat der Vorstand des Fördervereins Historische Rathäuser beschlossen, den Mitgliedern vorzuschlagen, dieses Jahr auf die Versammlung zu verzichten. Wenn niemand beim 1. Vorsitzenden Holger Stamm bis zum 20. September schriftlich Einspruch erhebt, findet die nächste Jahresversammlung in 2021 statt. sh:z

Liebe Mitglieder und Sponsoren des Fördervereins Historische Rathäuser in Wilster e. V., 

die Corona-Pandemie hat uns nach über 6 Monaten noch immer fest im Griff. Wir halten uns an die Abstandsregeln und benutzen einen Mund- und Nasenschutz.

Den Termin für die am 15. Mai 2020 geplante Jahreshauptversammlung mussten wir auf unbestimmte Zeit verschieben.

Der Vorstand schlägt vor, auf die Jahreshauptversammlung 2020 zu verzichten (einstimmiger Beschluss auf der Vorstandssitzung am 26. August 2020).

Der Förderverein müsste wegen der Abstandsregeln einen größeren Raum mieten. Wir können nicht kalkulieren, wieviele Personen zur Sitzung kommen. Das führt zu unnötigen Kosten.  

In diesem Jahr steht lediglich die Wahl eines Kassenprüfers an. Manfred Schmiade ist bereit, die Kasse ein weiteres Jahr zu prüfen. Auch Matthias Häußler-Langfeldt steht für 2 Jahre für die Kassenprüfung zur Verfügung. 

Den Kassenbericht und den Bericht des 1. Vorsitzenden stellen wir Euch auf der Website zur Verfügung. Auf Wunsch senden wir diesen den Mitgliedern zu. 

Einwände zum Verzicht auf die Jahreshauptversammlung 2020 teilen die Mitglieder bis zum 20. September 2020 schriftlich dem 1. Vorsitzenden Holger Stamm mit. In unserem 10. Jubiläumsjahr ist die nächste Jahreshauptversammlung 2021 geplant. 

Wir sind überzeugt, mit dieser Lösung für alle den richtigen Weg gewählt zu haben.

 

Mit besten Grüßen und bleiben Sie gesund!


Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e. V.
1. Vorsitzender
Holger Stamm
Adolf-Sievers-Weg 4
25554 Wilster
Telefon: +49 (0) 4823 921040
Mobile : +49 (0) 1515 7736659

Für Wilsters neue Stadtarchivarin Mareike Bünz geht es zurzeit darum, die Findbücher zu digitalisieren

SIE IST SEIT JAHRESBEGINN WILSTERS STADTARCHIVARIN: MAREIKE BÜNZ 
FOTO: ILKE ROSENBURG

lke Rosenburg WILSTER
„Mich interessiert regionale Geschichte sehr“, sagt Mareike Bünz (45). Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Diplom-Verwaltungswirtin, die mit Ehemann und zwei Söhnen in Oldendorf lebt, Wilsters neue Stadtarchivarin. Als sie seinerzeit die Stellenanzeige in der Zeitung las, habe sie diese Arbeit sofort gereizt. Und die ersten Monate ihrer Tätigkeit haben sie in ihrem Elan bestärkt. „Es ist interessant, was man alles lernt“, erzählt sie lächelnd von den Entdeckungen über die Vergangenheit im städtischen Fundus bis zurück ins Jahr 1250.

Und die bestärken sie in ihrer Ehrfurcht vor Historischem. In ihrem Büro im Obergeschoss des Neuen Rathauses befasst sie sich An drei Vormittagen in der Woche intensiv mit der Digitalisierung des Archivs. Hauptsächlich gehe es dabei um die Erfassung der Findbücher. Es gibt im Stadtarchiv etwa 20 handschriftlich geführte oder maschinengeschriebene Findbücher – bis 350 Jahre zurück. „Ich habe gerade angefangen, das Findbuch der Altenabteilung zu digitalisieren.“ Findbücher dienen dazu, die Akten des Archiv-Bestands zuordnen zu können. Entsprechende Nummerierungen helfen, das Gesuchte zu finden.

Das wird durch die Digitalisierung deutlich erleichtert, auch wenn die gesamte Bestandsaufnahme sehr zeit- und arbeitsintensiv sei. Dabei werde es ebenfalls darum gehen, Verknüpfungen herzustellen. So könne dann beispielsweise das Vorgehen bei der Ahnenforschung erleichtert werden. Ziel sei es, so Bünz, dass bei der Eingabe eines Namens oder Begriffes dann auch alle entsprechenden Unterlagen, die im Zusammenhang stehen, einfacher zu finden sein werden.

Aber auch viele weitere Themenschwerpunkte werden durch die Digitalisierung weniger umständlich zu entdecken sein. So verweisen die Findbücher aus dem 16. Jahhundert auf Schriftstücke, die beispielsweise die Anwesenheit des dänischen Königs dokumentieren. Auch Kirchspielsvogt- oder Bürgermeisterwahlen ebenso wie Erlasse sind aufzufinden, bis hin zu dem Nachweis über Beiträge der Stadt zum Taubstummeninstitut in Schleswig (1852 bis 1860). „Es gibt auch Namenfindbücher“, fügt Bünz hinzu. Diese will sie auch versuchen, einzupflegen. Ein Fernziel sei es, Bilder passend zu den Themen zu digitalisieren. Das werde aber noch dauern.

„Das Ganze bedarf sehr viel Zeit und Ruhe“, meinte angesichts des umfangreichen Archivmaterials auch Bürgermeister Walter Schulz. Die Stadt sei froh, mit Mareike Bünz eine neue Stadtarchivarin gefunden zu haben. Das Archiv, das aufgrund der Rathaussanierung völlig auseinandergerissen gewesen sei, stelle sie vor eine große Herausforderung. Zur Unterstützung beim Einrichtungsstart auf der oberen Etage des Neuen Rathauses habe sich auf Anfrage des Bürgermeisters der frühere Archivar Harald Bürger bereit erklärt, berichtet Schulz dankbar. Bei speziellen Suchanfragen – gerade in der Anfangszeit – stünde er für Mareike Bünz auch noch als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das Archiv ist donnerstags von 10 bis 12.15 Uhr geöffnet, Besucher müssen aber – aufgrund der Corona-Pandemie – telefonisch Termine vereinbaren: 04823/920279. Sie können aber jederzeit auch per E-Mail mit Mareike Bünz kommunizieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. „Das ist im Grunde sogar besser, dann kann ich schon etwas vorbereiten“, fügt sie hinzu. Bürgermeister und Archivarin weisen aber darauf hin, dass die historischen Dokumente nicht entliehen werden, jedoch vor Ort eingesehen werden können. Zum Schutz der Akten stehen Gasthandschuhe zur Verfügung, mitbringen müssen Besucher aber den derzeit erforderlichen Mundschutz.

Rathäuser-Förderverein und Sparkassen-Stiftung ermöglichen historisch interessante Ausstattung des Raumes im Neuen Rathaus

FREUEN SICH ÜBER DAS NEU GESCHAFFENE AMBIENTE DES ROTEN SALONS: (V. L.) HOLGER STAMM, SABRINA SCHRÖDER-WIRTH UND WALTER SCHULZ MIT HISTORISCHEM PORZELLAN IN EINER VITRINE.ILKE ROSENBURG

Ilke Rosenburg WILSTER
Der rote Salon, neben dem Spiegelsaal im Neuen Rathaus gelegen, hat eine besonders schöne Ausstattung erhalten. Historisches Porzellan aus der Marschenstadt wird dort in mehreren Vitrinen präsentiert. Und wird, sobald es die Lockerungen in der Corona-Krise zulassen, auch wieder Besuchern des ehemaligen Doos’schen Palais öffentlich zugänglich sein. Sammlerstücke, deren Erwerb der Förderverein Historische Rathäuser Wilster und die Sparkassen-Stiftung finanziell erst möglich machten. Dafür dankte Bürgermeister Walter Schulz Holger Stamm (Vorsitzender des Fördervereins) und Sabrina Schröder-Wirth (Filialdirektorin der Sparkasse Westholstein in Wilster). Gemeinsam sorgten beide Institutionen für eine Gesamtinvestition von rund 8200 Euro. Der Förderverein übernahm den Löwenanteil, die Stiftung unterstützte das Projekt mit 1000 Euro. 5000 Euro flossen dabei in die Anschaffung des kompletten Porzellans, 3200 Euro in die der Vitrinen.

Nach der Restaurierung des Neuen Rathauses sei der rote Salon so leer gewesen, habe unpersönlich gewirkt, so der Bürgermeister. Darum die Überlegung, wie dieser Raum seiner historischen Bedeutung gemäß wohnlich gestaltet werden könnte. Dass das kostbare Porzellan dort ausgestellt werden kann, ist einem Zufall zuzuschreiben. Vor fünf/sechs Jahren habe der damalige Wilsteraner Christoph Busch aus dem Nachlass aus seinem Elternhaus in der Taggstraße der Stadt das Porzellan und eine Bibliothek angeboten. Der Bürgermeister bekundete das Interesse der Stadt, doch die Finanzlage ließ es damals nicht zu, das Kleinod zu erwerben. „Der Kontakt ist dann leider nie wieder zustande gekommen“, bedauerte der Bürgermeister. In jüngster Vergangenheit erreichte Walter Schulz dann ein Anruf von der Groth-Stiftung Itzehoe. Dort befand sich inzwischen das Porzellan, das eigentlich doch nach Wilster gehört.

Bürgermeister Schulz nahm es in Augenschein und stand erneut vor dem Problem, dass die Stücke zwar in die Marschenstadt gehörten und hier auch präsentiert werden sollten – aber die Finanzsituation der Stadt nach wie vor schlecht ist. Aber er hatte die Idee, die Sparkasse und den Förderverein auf das Porzellan aufmerksam zu machen und um Unterstützung bei der Anschaffung zu bitten. Sowohl bei der Sparkassen-Stiftung als auch beim Förderverein gab es kein langes Zögern. Somit war es nicht nur möglich, die Ausstellungsstücke anzuschaffen, sondern sie auch in zwei Hoch- und zwei Flachvitrinen im roten Salon zu präsentieren.

Gern würde der Bürgermeister noch zwei weitere Hochvitrinen durch die Stadt anschaffen lassen, denn im Alten Rathaus wartet noch mehr historisches Porzellan darauf gezeigt zu werden, ebenso wie Bücher aus der dortigen Bibliothek. „Und es fehlen noch Bilder, die stilistisch in diesen Raum passen“, fügt Schulz hinzu. Alles natürlich in Absprache mit der Denkmalpflege. Dann wäre die besondere Ausstrahlung des roten Salons rundum gelungen.

Angesichts der Kosten, werde die Stadt sich nur langsam diesem Ziel nähern. Schulz: „Wir können nicht alles auf einmal, aber Stück für Stück.“ Doch schon jetzt zeige der Raum viel her, werde Besucher überregional anlocken, die bei Führungen die Stücke anzusehen – von Porzellanfiguren über das Goldservice bis hin zur Amphoren-Vase.

Bei den Figuren, so Holger Stamm sei zunächst überlegt worden, diese wie historisch bestätigt, auf allen Emporen im Spiegelsaal aufzustellen. Doch das wäre zu riskant. Nun sollen wahrscheinlich „Knickschilder“ mit den Figurmotiven aufgestellt werden, um zu zeigen, welche Originale sich in den Vitrinen im Nebenraum befinden. Figuren, die nach einem entsprechenden Aufruf in unserer Zeitung von Privatleuten zur Verfügung gestellt wurden. Ebenso wie das Wilster-Kaffeegeschirr von Familie Kahl. Interessant ist es, die Motive auf Tassen und Tellern zu entdecken. Die Präsentation lobt auch Sabrina Schröder-Wirth. Was für Wilster erhaltenswürdig sei, dafür zahle die Sparkassen-Stiftung gerne. „Das ist immer gut investiertes Geld.“

Info: Wer Historisches aus Wilster zur Verfügung stellen will, wende sich an Bürgermeister Walter Schulz oder den Vorsitzenden des Rathäuser-Fördervereins, Holger Stamm.

 

Nach Planungen der Denkmalpflege: Historischer Bürgermeistergarten in Wilster soll wieder aussehen wie 1914

Der Wald im Hintergrund des Bürgermeistergartens stört das historische Bild. Ilke Rosenburg

Ilke Rosenburg Wilster
Der Bürgermeistergarten steht unter Denkmalschutz, entspricht aber nicht mehr dem historischen Bild. Das soll sich jetzt ändern.

Schon vor zwei Jahren hatte Margita Meyer, im Landesamt für Denkmalpflege zuständig für die Gartendenkmalpflege, bei einer Besichtigung der Anlage am Neuen Rathaus, dem ehemaligen Doos’schen Palais, den Zustand moniert. Damals habe er bereits darauf hingewiesen, dass die Stadt sich das nicht würde leisten können, berichtete Bürgermeister Walter Schulz jetzt im Hauptausschuss.
Bezug von Fördermitteln ausgelotet Meyer habe inzwischen eine Expertise angelegt und mögliche Fördermittel einbezogen. In der vorigen Woche sei sie erneut in der Marschenstadt gewesen, um gemeinsam mit Schulz den Bürgermeistergarten dahingehend zu betrachten, welche Veränderungen vorgenommen werden müssten.

Als Grundlage diene eine Zeichnung aus dem Jahr 1914. Insbesondere gehöre das zur Langen Reihe hin gelegene Wäldchen nicht in die historische Anlage. Dortige Bäume müssen weichen, ein paar Wege müssen neu gestaltet werden. Außerdem monierte Margita Meyer den Zustand des Tores zwischen dem Neuen Rathaus und dem benachbarten Wohngebäude. 90 Prozent der Kosten für die Restaurierung durch einen Kunstschmied würde die Denkmalpflegerin aus ihr zur Verfügung stehenden Mitteln tragen. Die Bruttokosten bezifferte der Bürgermeister mit rund 10.280 Euro, gut 1000 Euro würde die Stadt tragen müssen, was finanzierbar wäre, so Schulz. In welcher Höhe Fördermittel für die Gestaltung der historischen Grünanlage fließen könnten, stehe noch in Frage.

Eine weitere Idee, den Bürgermeistergarten nutzen zu können, hatte Walter Schulz auch ins Gespräch gebracht: Da das Gelände des Kindertagesstätte Schwalbennest angesichts steigender Zahl der zu betreuenden Jungen und Mädchen zu eng werden könnte, habe er die Kita im Wald vorgeschlagen. Er sei sich mit Margita Meyer einig geworden, dass der frühere Spielplatzbereich dafür geeignet wäre, das würde von der Gartendenkmalpflege genehmigt werden. Dort könnte es Erlebnisstunden für die Kita-Kinder geben und brächte im Außenbereich des Schwalbennests Entlastung.

DIE BAUHOFMITARBEITER THORSTEN AHRENS, CHRISTIAN REISER UND CARSTEN NAGEL BRACHTEN DIE HOLZUMHÜLLUNGEN AN. J. SCHWARCK

WILSTER
Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben den Bürgermeistergarten winterfest gemacht. Die zehn weißen Marmorstatuen des Parks sind mit Holzplatten im wahrsten Wortsinn eingehaust worden. Diese Umhüllungen, die von Thorsten Ahrens, Christian Reiser und Carsten Nagel aufgestellt und verschraubt wurden, sollen die wertvollen Statuen vor Eis und Schnee schützen. js