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Nach Planungen der Denkmalpflege: Historischer Bürgermeistergarten in Wilster soll wieder aussehen wie 1914

Der Wald im Hintergrund des Bürgermeistergartens stört das historische Bild. Ilke Rosenburg

Ilke Rosenburg Wilster
Der Bürgermeistergarten steht unter Denkmalschutz, entspricht aber nicht mehr dem historischen Bild. Das soll sich jetzt ändern.

Schon vor zwei Jahren hatte Margita Meyer, im Landesamt für Denkmalpflege zuständig für die Gartendenkmalpflege, bei einer Besichtigung der Anlage am Neuen Rathaus, dem ehemaligen Doos’schen Palais, den Zustand moniert. Damals habe er bereits darauf hingewiesen, dass die Stadt sich das nicht würde leisten können, berichtete Bürgermeister Walter Schulz jetzt im Hauptausschuss.
Bezug von Fördermitteln ausgelotet Meyer habe inzwischen eine Expertise angelegt und mögliche Fördermittel einbezogen. In der vorigen Woche sei sie erneut in der Marschenstadt gewesen, um gemeinsam mit Schulz den Bürgermeistergarten dahingehend zu betrachten, welche Veränderungen vorgenommen werden müssten.

Als Grundlage diene eine Zeichnung aus dem Jahr 1914. Insbesondere gehöre das zur Langen Reihe hin gelegene Wäldchen nicht in die historische Anlage. Dortige Bäume müssen weichen, ein paar Wege müssen neu gestaltet werden. Außerdem monierte Margita Meyer den Zustand des Tores zwischen dem Neuen Rathaus und dem benachbarten Wohngebäude. 90 Prozent der Kosten für die Restaurierung durch einen Kunstschmied würde die Denkmalpflegerin aus ihr zur Verfügung stehenden Mitteln tragen. Die Bruttokosten bezifferte der Bürgermeister mit rund 10.280 Euro, gut 1000 Euro würde die Stadt tragen müssen, was finanzierbar wäre, so Schulz. In welcher Höhe Fördermittel für die Gestaltung der historischen Grünanlage fließen könnten, stehe noch in Frage.

Eine weitere Idee, den Bürgermeistergarten nutzen zu können, hatte Walter Schulz auch ins Gespräch gebracht: Da das Gelände des Kindertagesstätte Schwalbennest angesichts steigender Zahl der zu betreuenden Jungen und Mädchen zu eng werden könnte, habe er die Kita im Wald vorgeschlagen. Er sei sich mit Margita Meyer einig geworden, dass der frühere Spielplatzbereich dafür geeignet wäre, das würde von der Gartendenkmalpflege genehmigt werden. Dort könnte es Erlebnisstunden für die Kita-Kinder geben und brächte im Außenbereich des Schwalbennests Entlastung.