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Historischer Bereich im Bürgermeistergarten in Wilster wird saniert – so weit sind die Arbeiten

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Ilke Rosenburg
Wilster
Seit zwei Wochen laufen die Arbeiten im Bürgermeistergarten, dessen historischer Bereich saniert wird. Zunächst wird der barocke Teil der kleinen, aber besonderen Parkanlage hinter dem Neuen Rathaus in Wilster nach historischen Plänen gestaltet. Entsprechend ist dieser Teil nicht begehbar, Bauzäune umgeben das Gelände. Denn punktuell aufgestellte Absperrungen reichten nicht aus, um Spaziergängern deutlich zu machen, dass aufgrund der Bauarbeiten der Geländeteil nicht betreten werden soll.

„Aus Sicherheitsgründen mussten wir den Bauzaun erweitern“, erklärte Landschaftsarchitekt und Planer Hannes Rother während einer Baubesprechung. Die findet regelmäßig mit Bürgermeisterin Maren Hayenga, Bauausschussvorsitzendem Ulrich Kattner sowie Frank Neubert und Thomas Thede vom Bauamt statt, um die Baufortschritte zu begleiten. Die Vorbereitungsarbeiten für die Anpflanzungen im barocken Teil werden voraussichtlich bis Ende Juli dauern. Dann folgen die Pflanzungen auf etwa 2000 Quadratmetern.

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Zurzeit laufen die Hauptarbeiten in dem Rondell-Bereich, auf den vier Wege zuführen und der durch vier Marmorskulpturen gekennzeichnet ist. Die Skulpturen wurden restauriert und werden nun so im Quadrat zueinander ausgerichtet, wie es von einst überliefert ist. Zuletzt stimmten die Abstände zueinander nicht. Die Sanierung richtet sich übrigens nach Plänen aus dem Jahr 1914. Im Stadtarchiv hatte es sogar noch Aufzeichnungen gegeben, die belegen, dass es schon vor dem Bau des Doosschen Palais und späteren Neuen Rathauses im Jahr 1785 dort einen Garten gab.

Fachleute sehen in den überlieferten Plänen, dass es sich um einen echten Barockgarten und nicht um einen Nachbau handelt, wie Landschaftsarchitekt Joachim Schnitter es gemeinsam mit seinem Berufskollegen Hannes Rother im Februar 2023 den Bauausschussmitgliedern in einer Sitzung dargestellt hatte. Schon davor war die historische Sanierung des Bürgermeistergartens nebst benachbartem Erlebnisbereich, sprich Spielplatz, für die Jungen und Mädchen aus der Kita Schwalbennest im Gespräch.

Die Umsetzung in enger Absprache mit der Denkmalschutzbehörde nahm einige Zeit in Anspruch, bis dann im Sommer 2024 das Land die Fördersumme für das Gesamtprojekt von rund 491.000 Euro bewilligte. Allerdings sanken die ursprünglich in Aussicht gestellten 90 Prozent der Investitionssumme auf 75 Prozent. Bei der Stadt verbleibt damit ein Eigenanteil von über 160.000 Euro. Zunächst wurde der Erlebnisbereich für die Kita-Kinder errichtet. Der wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt.

Buchsbaumbestand fiel dem Zünsler zum Opfer
Bei der Sanierung des insgesamt 2,4 Hektar großen, historischen Gartens wird nun insgesamt mit einer Sanierungszeit von etwa drei Monaten gerechnet. Ursprünglich sollte der alte Buchsbaumbestand integriert werden, doch das hat der Buchsbaumzünsler verhindert. Anfang dieses Jahres mussten die Bauhofmitarbeiter sämtliche vom Buchsbaumzünsler zerstörten Buchsbäume im Park entfernen. Nun wird als Alternative Ilex gepflanzt. Ende August werde der Wegebau- und Gärtnertrupp mit dem barocken Bereich fertig sein, hieß es bei der jüngsten Baubesprechung.

Dann beginnen die Arbeiten im hinteren englischen Teil. Dazu gehört auch das Backhaus an der Stelle, wo sich bisher das Doos-Denkmal befindet. Der Garten war Ende des 18. Jahrhunderts auf der Basis des ursprünglichen Gartens vom Kanzleirat Johann Hinrich Doos angelegt worden. Im Jahr 1829 vermachte seine Witwe, die Etatsrätin Doos, das gesamte Anwesen der Stadt Wilster.

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Zwei Marmorskulpturen, die jetzt noch im englischen Gartenteil zum Barockgarten stehen, sind dort historisch falsch platziert und werden zum Backhaus hin versetzt. Das Denkmal wiederum wird im Eingangsbereich zum Bürgermeistergarten von der Langen Reihe aus einen neuen Platz finden. An dessen jetzigem Standort wird das frühere Backhaus nachempfunden, wie Hannes Rother erläuterte. Ein offener Bereich mit Sitzbänken als Ort der Entspannung soll entstehen. Vorne wird es in Anlehnung an das einstige Backhaus eine Stufe aus Sandstein, hinten einen barrierefreien Zugang geben.

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Mit dem Abschluss der Arbeiten im englischen Teil des Bürgermeistergartens wird Anfang Oktober gerechnet. Ausgespart bleibt vorerst der Teich zur Langen Reihe hin. Bei den Gestaltungsvorstellungen liegen Stadt und Denkmalpflegebehörde noch auseinander.

 

 

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