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Naturkundemuseum am Alten Rathaus öffnet wieder regelmäßig – und hat große Pläne für die Zukunft

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Ilke Rosenburg
Wilster
Fuchs und Dachs, Reh und Hase, Vogelwelt und Bienenvolk, eingebettet in die Landschaft, in der sie leben: Das kleine Naturkundemuseum im Speichergebäude am Alten Rathaus in Wilster gibt einen umfassenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Wilstermarsch. Lange Zeit waren wegen zu weniger Helfer regelmäßige Öffnungszeiten für Besucher nicht möglich. Doch das hat sich geändert: Alle zwei Wochen sonntags können von 14 bis 16 Uhr alle Interessierten das Museum besuchen. Nächster Termin ist der 5. Juli.

Großes Insektenhotel aufgebaut
Möglich macht das die Kooperation des Vereins Historische Rathäuser Wilster, der 2018 die Trägerschaft für das Museum übernommen hat, mit der Naturschutzbundgruppe Wilstermarsch, die 1982 gemeinsam mit dem Hegering 7 Wilstermarsch das Heimatmuseum gegründet hatte. In dem neuen zweiten Vorsitzenden der Nabu-Gruppe, Karl Wittrock, hat der Fördervereinsvorsitzende Holger Stamm einen engagierten Mitstreiter gefunden, der auch gern sein Wissen über Fauna und Flora der Region weitergibt. Seit April gibt es wieder die festen Öffnungszeiten, und die seien auch schon gut von Besuchern genutzt worden, berichtet Holger Stamm erfreut. Gruppenführungen nach Terminvereinbarung seien nach wie vor möglich und auch beliebt, vor allem Kita- und Grundschulgruppen sind öfter Gäste im Museum.
Das Museum kann auch wieder mit Neuerungen aufwarten: Im Außenbereich ist ein großes Insektenhotel aufgebaut worden, und es gibt auch wieder ein von einem Imker betreutes Bienenvolk im Naturkundemuseum. Um dieses mehr ins Besucherinteresse zu rücken, wird das nun zum Anlass für „eine Art Einweihungsfeier“ genommen, so Stamm. Diese ist für Sonntag, 12. Juli, 14 bis 16 Uhr geplant. Dann ist unabhängig vom zweiwöchentlichen Rhythmus ausnahmsweise ein Besuch des Museums an der Ecke Op de Göten/Schmiedestraße möglich. Und das bei Kaffee und Kuchen, dem Veranstaltungsgrund folgend natürlich Bienenstich.

Karl Wittrock freut sich über seinen ehrenamtlichen Einsatz im Museum. Seit November vergangenen Jahres ist er in der Nabu-Ortsgruppe Wilstermarsch aktiv. Für die Natur engagiert er sich schon lange, war auch 15 Jahre in die Arbeit im Waldmuseum Burg eingebunden. Dort informierten sich Holger Stamm und Karl Wittrock vor Kurzem erst über die dortige aktuelle Präsentation. „Wir haben hier ja nicht die Platzverhältnisse wie dort“, so Wittrock. Daher sei das nicht vergleichbar und schon gar nicht kopierbar.
Doch Anregungen haben sich beide geholt, im Burger Museum sei ihnen auch Unterstützung angeboten worden. „Dort gibt es Präparate im Keller, die wir ausleihen und für gezielte Ausstellungen nutzen können“, erzählt Wittrock. Er möchte sich auf spezielle Themen einlassen, insbesondere im Bereich Fledermäuse. „Dazu möchte ich auch gerne mal Führungen machen“, kündigt er an.

Die neuen Gestaltungsideen sollen mit dem Vorstand noch eingehender besprochen werden. Beispielsweise die Möglichkeit, einige Ausstellungsbereiche unter Glas besser zu schützen – vor Staub und Diebstahl. Auf jeden Fall müsse das, was Christa und Peter Kock vor über 40 Jahren an der Nabu-Spitze gemeinsam mit dem Hegering im Museum begonnen und immer weiter ausgebaut hatten, erhalten bleiben. Neues einbringen und Altes bewahren, „damit möchten wir hier mehr Öffentlichkeit haben“, bekräftigt Holger Stamm.

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